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2. November 2017

Lungen- und Infektionsforschung unter einem Dach

News 40-2017 DE

Spatenstich für neues Forschungsgebäude "Center for Infection and Genomics of the Lung (CIGL)" in Gießen - DZL- und DZIF-Spitzenforschung gebündelt in einem Gebäude.

Am gestrigen Mittwoch fand der Spatenstich für das neue Forschungsgebäude "Center for Infection and Genomics of the Lung (CIGL)", ein medizinischer Neubau für die Lungen- und Infektionsforschung, an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) statt. Es handelt sich um ein vom Wissenschaftsrat empfohlenes und von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) beschlossenes Forschungsgebäude, das vom Land Hessen und vom Bund finanziert wird und in zwei Jahren fertiggestellt werden soll.

Gießen ist Sitz des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) und auch Partnerstandort des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF). Durch den CIGL-Neubau können die Rahmenbedingungen für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Lungen- und Infektionsforschern wie des DZL und des DZIF sowie weiterer hier ansässiger nationaler und internationaler Verbünde noch weiter verstärkt werden. Hochkomplexe, molekulare Spitzenforschung auf beiden genannten Gebieten mit der Möglichkeit des täglichen Austausches zwischen den beteiligten Forscherinnen und Forschern wird so ermöglicht. Dies wird Patientinnen und Patienten im Land und weit darüber hinaus zugutekommen.

„Erkrankungen der Lunge und der Atemwege zählen zu den häufigsten, lebensbedrohlichen Krankheiten. Gleichzeitig stellen Infektionskrankheiten mit immer neuen Erregervarianten auch in den Atemwegen in Zeiten der Globalisierung eine zusätzliche Bedrohung dar. Daraus resultiert die Notwendigkeit, das ‚Know-how‘ in diesem Bereich zu bündeln“, erklärte Prof. Dr. Wolfgang Weidner, Dekan des Fachbereichs Medizin, bei der gestrigen Veranstaltung.

In den Neubau mit einer Gesamtnutzfläche von etwa 1.800 Quadratmetern sollen fünf Professuren einziehen. Unter anderem ist die Unterbringung der Zentralstelle der nationalen Lungen-Biobank und des nationalen Referenzzentrums für die Genomik von pulmonalen Infektionen mit entsprechenden Aufbereitungs-, Robotier- und Lagerungseinrichtungen für Gewebe und Zellen geplant. Erstmals in Deutschland soll darüber hinaus eine Gewebe-Biobank mit einer mikrobiellen Biobank gekoppelt werden.

 

Weitere Informationen

Das Land Hessen investiert insgesamt rund 25 Millionen Euro für den Neubau und die Geräteausstattung. Von dieser Summe werden anteilig rund 11,4 Millionen Euro vom Bund mitfinanziert und rund 2,3 Millionen Euro von der Justus-Liebig-Universität Gießen übernommen.

zur Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität Gießen

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