Menu

Lungenhochdruck (Pulmonale Hypertonie)

Pulmonale Hypertonie (PH) ist eine Erkrankung der Lungengefäße, welche zu Kurzatmigkeit, Schwindel, Ohnmacht und schließlich Rechtsherzversagen führt. Insgesamt leiden weltweit ungefähr 100 Millionen Menschen an einer der Formen des Lungenhochdrucks. Die vaskuläre Pathologie ist durch eine Vasokonstriktion der Lungengefäße und abnormale („pseudo-maligne“) Umbauprozesse, also eine krankhafte Verdickung aller Schichten der Gefäßwände, gekennzeichnet. Eine übermäßige Vermehrung der vaskulären glatten Muskelzellen (vascular Smooth Muscle Cells = SMCs) stellt ein herausragendes Merkmal bei fast allen Formen der Erkrankung dar. Diese Gefäßumbauprozesse führen zu einem gravierenden Verlust der Querschnittsfläche der Gefäße, zu einem verkleinerten Gefäßbett und daraus resultierend zu einem Anstieg der rechtsventrikulären Nachlast. Die momentan verfügbare Therapie des Lungenhochdrucks bietet symptomatische Entlastung und verbessert die Lebenserwartung, kann aber weder die strukturelle noch die funktionelle Unversehrtheit der Lungengefäße wiederherstellen, welche die Voraussetzung für ein beschwerdefreies langfristiges Überleben wären. Die Wiederherstellung der vaskulären Struktur und Funktion (umgekehrtes „Remodelling“) ist das herausragende Ziel der Forschungsarbeiten der PH-Teams.

Wissenschaftliche Koordinatoren des Krankheitsbereichs

Prof. Dr. H. Ardeschir Ghofrani (UGMLC)
Prof. Dr. Ralph T. Schermuly (UGMLC)

Administrative Koordinatorin des Krankheitsbereichs

Dr. Sylvia Weißmann (UGMLC)

Beteiligte DZL-Standorte

Alle

Nachrichten zum Thema Lungenhochdruck

26. Juni 2020

Verbesserte Diagnose bei seltener Form von Lungenhochdruck

Ein Forscherteam aus Hannover hat unter DZL-Beteiligung eine Studie über molekulare Marker für verschiedene Formen der pulmonalen Hypertonie im American Journal of Pathology veröffentlicht.
Weiterlesen
18. Juni 2020

Mehr als 13 Millionen Euro für neue Therapien bei lebensbedrohlichen Herz-Lungen-Erkrankungen

Der Sonderforschungsbereich 1213 zur Herz-Lungen-Forschung in Gießen unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Weißmann wird für vier weitere Jahre durch die DFG gefördert.
Weiterlesen
18. März 2020

DZL-Forscherin erhält 2-Millionen-Euro-Förderung der EU

DZL-Nachwuchsgruppenleiterin Soni Savai Pullamsetti erhält einen der renommierten „Consolidator Grants“ des European Research Council (ERC) der Europäischen Union für Ihre exzellente Forschung im Bereich des Lungenhochdrucks.
Weiterlesen
Alle News zum Thema Lungenhochdruck
chevron-down