Die physiotherapeutische Behandlung spielt eine entscheidende Rolle bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Primärer Ciliärer Dyskinesie (PCD). Die seltene, genetisch bedingte Erkrankung ist gekennzeichnet durch eine chronische Sekretretention in den Atemwegen, die im Verlauf zu schweren Lungenschäden führen kann. In der Fachzeitschrift Pneumologie ist nun ein umfassender Übersichtsartikel zur aktuellen physiotherapeutischen Versorgung bei PCD erschienen. Der Beitrag wurde von einem interdisziplinären Team aus Ärzt:innen und Therapeut:innen verfasst. Letztautor des Beitrags ist Prof. Dr. Felix C. Ringshausen, DZL-Wissenschaftler am Standort BREATH und ausgewiesener Experte für PCD. Als Oberarzt an der Klinik für Pneumologie und Infektiologie der MHH betreut er seit vielen Jahren zahlreiche Patientinnen und Patienten mit dieser seltenen Erkrankung.
Die Autorinnen und Autoren beleuchten sowohl bewährte als auch neue physiotherapeutische Ansätze, um die Versorgungslage und Möglichkeiten zur Therapieoptimierung bei PCD umfassend darzustellen. Dabei wird deutlich, dass die Verbesserung der Lebensqualität und Teilhabe der Betroffenen zunehmend in den Mittelpunkt rückt. Der Artikel hebt insbesondere die Bedeutung einer strukturierten, langfristigen und individuell angepassten Therapie hervor.
Drei Aspekte aus dem Beitrag sind dabei besonders hervorzuheben:
Felix Ringshausen betont: „Eine gute Versorgung von Menschen mit PCD muss ganzheitlich und individuell gedacht werden. Dazu gehört, dass wir physiotherapeutische Maßnahmen stärker standardisieren, evaluieren und besser in die Versorgungsstrukturen integrieren.“
BREATH engagiert sich gemeinsam mit seinen Partnern im DZL und dem Lungeninformationsdienst dafür, innovative Versorgungsansätze für seltene Lungenerkrankungen wie die PCD zu entwickeln und umzusetzen und hat dabei stets die Lebensrealität der Betroffenen im Blick.
Den gesamten Artikel finden Sie hier.
Quelle: BREATH