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11. Mai 2026

eurILDreg-Symposium 2026: Neue Impulse für Forschung und Versorgung bei ILDs

News 2026-201 DE

Internationale Expert:innen aus Klinik, Forschung und translationaler Medizin kamen vom 6. bis 8. Mai 2026 in Gießen zusammen, um beim eurILDreg-Symposium „Re-shaping eurILDreg: structure, organisation, research goals“ aktuelle Entwicklungen und zukünftige Strategien in der Forschung zu interstitiellen Lungenerkrankungen (ILDs) zu diskutieren. Die Veranstaltung brachte renommierte Wissenschaftler:innen, Kliniker:innen sowie Vertreter:innen des European ILD Registry (eurILDreg) zusammen und bot eine Plattform für den interdisziplinären Austausch über klinische Versorgung, Genomik, translationale Forschung und neue therapeutische Ansätze.

Ergänzt wurde das Präsenztreffen am 7. Mai durch ein öffentlich zugängliches Online-Symposium zur Fibrolyse, an dem weitere Forschende per Livestream teilnahmen.

Der erste Veranstaltungstag stand im Zeichen der unbeantworteten Bedarfe im ILD-Feld. Dabei wurden Perspektiven von Patient:innen, Kliniker:innen sowie translationalen und grundlagenwissenschaftlichen Forschenden zusammengeführt. Thematisiert wurden unter anderem bestehende Versorgungslücken, diagnostische Herausforderungen, Grenzen aktueller Therapieoptionen sowie offene Fragen zu molekularen Mechanismen und Biomarkern.

Am zweiten Tag lag der Schwerpunkt auf genomischen Strategien und innovativer translationaler Forschung. Internationale Expert:innen diskutierten aktuelle Entwicklungen in der familiären Lungenfibrose, Genotyp-Phänotyp-Beziehungen sowie den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Genomsequenzierung. Weitere Beiträge widmeten sich räumlicher Transkriptomik, patientenspezifischen Stammzellmodellen und der klinischen Implementierung von Biomarkern.

Ein besonderer Fokus lag auf dem Online-Symposium „Fibrolysis as new treatment goal in ILDs: Scientific rationale“. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die aktive Auflösung bestehender Fibroseprozesse – und nicht allein deren Verlangsamung – ein zukünftiges Therapieziel bei interstitiellen Lungenerkrankungen sein könnte. Diskutiert wurden dabei molekulare Signalwege, zelluläre Plastizität, regenerative Therapieansätze sowie erste klinische Hinweise auf fibrolytische Prozesse.

Der dritte Veranstaltungstag widmete sich der Entwicklung, dem aktuellen Stand und der zukünftigen Ausrichtung des European ILD Registry (eurILDreg). Präsentiert wurden die bestehende Register- und Biobankstruktur, laufende Forschungsprojekte sowie Perspektiven für eine stärkere internationale Vernetzung und die Integration pädiatrischer und adulter ILD-Dateninfrastrukturen.

Das Symposium wurde mit finanzieller Unterstützung des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), der Boehringer Ingelheim International GmbH und Avalyn Pharma durchgeführt.

Das eurILDreg ist eines der größten europäischen Register für interstitielle Lungenerkrankungen und verknüpft klinische Daten, Bioproben und translationale Forschungsansätze, um Diagnostik, Krankheitsverständnis und Therapieentwicklung bei ILDs nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen zum Register finden sich unter pulmonary-fibrosis.net.


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