Die Atemtechnik der Lippenbremse wird von vielen Patienten mit fortgeschrittener COPD als hilfreich beschrieben und daher häufig eingesetzt. Diese Atemtechnik, die bei obstruktiv veränderten Atemwegen der Entblähung der Lunge dient und somit die Atemmechanik verbessert, ist jedoch nur im Wachzustand möglich, da bewusst die Lippen geschürzt werden müssen. Die nicht-invasive Beatmung findet dagegen nachts im Schlaf statt. Das nicht-invasive Beatmungsgerät Vigaro der Firma Flo Medizintechnik ist das erste zugelassene Gerät, das diese Atemtechnik simuliert. Dies könnte zu einer signifikanten Verbesserung der Atemmechanik führen mit Vorteilen für Lebensqualität und Leistungsfähigkeit für den Patienten.
Diese Studie untersucht Nutzen, Sicherheit und Verträglichkeit eines neuen nicht-invasiven Beatmungsverfahrens im Vergleich zur konventionellen nicht-invasiven Beatmung bei Patienten mit stabiler, fortgeschrittener COPD. Die Studie wird vom Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) finanziert, ist multizentrisch, prospektiv, randomisiert und kontrolliert.
Eingeschlossen werden Patienten mit stabiler, aktuell nicht exazerbierter COPD, bei denen nach gültigen Leitlinien die Kriterien für eine nicht-invasive Beatmungstherapie erfüllt sind. Patienten im Kontrollarm behalten ihr bisheriges Beatmungsgerät, dessen Einstellungen optimiert werden. Patienten im Interventionsarm erhalten das Vigaro-Beatmungsgerät und werden im Lippenbremse-Beatmungsmodus beatmet. Die Studie läuft über 3 Monate mit einer Nachbeobachtungszeit (mit telefonischem Patientenkontakt) von 9 Monaten.
