„Viele Menschen beschäftigen sich erst mit ihrer Lunge, wenn Beschwerden auftreten. Umso wichtiger ist es, schon vorher ein Bewusstsein für die eigene Atmung und für Prävention zu schaffen“, sagt Dr. Jörn Bullwinkel, Standortkoordinator des Airway Research Center North (ARCN) im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL). Deshalb nutzt das DZL gezielt Gelegenheiten, um Menschen auch außerhalb von Klinik und Praxis mit Themen der Pneumologie zu erreichen.
Eine davon bot Ende Juni der Tag der offenen Tür des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) in Berlin: Rund 7.500 Menschen besuchten das Ministerium am 20. und 21. Juni. Das BMFTR hatte die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) dazu eingeladen, einen Präventionsparcours aufzubauen. Am Stand des DZL konnten Besucherinnen und Besucher ihre Lungenfunktion mit einem Handspirometer untersuchen, ihr Wissen rund um Atmung und Atemwege testen und vor allem Fragen stellen. Auch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär schaute am Stand vorbei. So entstanden Gespräche über Asthma und COPD, Rauchen, Lungenkrebs und die neue Lungenkrebs-Früherkennung. DGP-Geschäftsführerin Anja Flender nutzte ihren Besuch ebenfalls für den Austausch mit dem langjährigen Partner DZL. „Uns verbindet nicht nur die enge Zusammenarbeit in Wissenschaft und Nachwuchsförderung. Es freut mich umso mehr, wenn es gelingt, der interessierten Öffentlichkeit pneumologische Themen näherzubringen, die zu einem Tag der offenen Tür kommen.“
Die Brücke zu Klinik und Praxis schlugen Bullwinkel bzw. das gesamte Team ganz nebenbei, denn bei einzelnen auffälligen Messergebnissen wurde vom Pneumologen am Stand eine weitere Abklärung empfohlen. Auch stellten manche Besucherinnen und Besucher gezielt sehr konkrete Fragen nach persönlichen Trainingsplänen für den nächsten Marathon oder wie ein Rauchstopp die gemessenen Werte verbessern könnte. „Unser Ziel war und ist es, Interesse für Prävention zu wecken“, sagt Jörn Bullwinkel. „Und das ist, glaube ich, gelungen.“