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DZG Expertisenzentrum für Medizinalchemie

Allgemeine Informationen

 

Ziel

Die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) verfolgen einen translationalen Ansatz, der das Ziel der innovativen Medikamenten- und Therapieentwicklung beinhaltet. Da teilweise strukturelle Engpässe und fehlende Expertise zu beobachten sind, wurde ein Konzept für eine gemeinsame, dezentrale Organisationseinheit der DZG erarbeitet, das DZG Expertisenzentrum für Medizinialchemie („MedChem Plattform“). Die Einheit soll die Optimierung von niedermolekularen Wirkstoffkandidaten für ausgewählte Projekte der DZG vorantreiben.

Arbeitsfeld

Es können sowohl neue Projekte, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden, als auch bestehende Projekte, in denen bereits Wirkstoffe entdeckt wurden, unterstützt werden. Die Anzahl der geförderten Projekte richtet sich nach dem individuellen Umfang der Zuarbeiten pro Projekt. Nur ein kleiner Teil der Projektarbeit wird in den Gruppen des Management-Teams selbst durchgeführt, jedoch kann eine professionelle Coaching-Infrastruktur für die Wirkstoffentwicklung aktiv genutzt werden. Wo die Nachfrage die Kapazität übersteigt, setzt die MedChem Plattform zusammen mit dem jeweiligen DZG Prioritäten.

Zuarbeiten für DZG-Wirkstoffprojekte

  • Medizinisch-chemische Projektanalyse (Drugability-Bewertung, Progressionspläne, Patent- und Konkurrenzanalyse, etc.)
  • Erarbeitung von projektspezifischen Empfehlungen (Auswahl einer geeigneten Screening-Strategie, kritische nächste Schritte bei der Screening-Evaluierung, Vorschläge für bevorzugte Hit-Serien)
  • Vermittlung und Unterstützung von geeigneten Dienstleistern (Synthese, ADME, Scale-up)
  • Identifikation geeigneter wissenschaftlicher Projektpartner (Wissenschaftler mit hoher Expertise in bestimmten Ziel- oder Substanzklassen oder Indikationen)
  • Praktische Anleitung, wo möglich (Referenzsubstanzen, orientierende physikochemische oder ADME-Messungen, Pilot-PK)
  • Regelmäßige Portfoliodiskussionen unter Einbeziehung aller Experten (inkl. DZG)
  • Aktives experimentelles Engagement in 1-2 Projekten pro Koordinator (50%), z. B. Bereitstellung von Toolcompounds, orientierende Synthesen

Nutzen

Erhöhte Chancen für therapeutische Fortschritte in Projekten zur Wirkstofffindung und ‑anwendung:

  • Nutzung der projektspezifisch besten wissenschaftlichen Experten in Deutschland
  • Kritische Masse höher als in einzelnen Einheiten innerhalb jeder DZG
  • Effizientere administrative Abwicklung durch Rahmenverträge mit vorvalidierten CROs
  • Zugang zu Erfahrungen aus der industriellen Wirkstoffentwicklung
  • Bessere Anschlussfähigkeit von Wirkstoff-Projekten, z.B. hinsichtlich der Verwertung
  • Möglichkeit der effizienten Vernetzung zwischen den DZG, Initiierung von multilateralen Projekten

 

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