Das weltweit größte Forum auf dem Gebiet der Lungenforschung bot auch in 2018 ein erstklassiges Programm, dass sich gleichermaßen an Wissenschaftler, Kliniker und Angehörige der Heilberufe richtete. Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) war ebenfalls mit einem Informationsstand im sogenannten World Village vertreten, einer Plattform zum Austausch nationaler Gesellschaften. In fünf Tagen kamen rund 22.000 Delegierte bei dem Kongress zusammen und besuchten die angebotenen rund 420 Lehrgänge und wissenschaftlichen Vorträge.

Am Dienstag übernahm DZL-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Tobias Welte die Präsidentschaft der 1990 gegründeten Gesellschaft. Ziele seiner Präsidentschaft sind unter anderem die Förderung der ökonomisch schwächeren Länder im Rahmen der ERS sowie die Stärkung der aktiven Mitgestaltung wissenschaftlicher Prozesse. "Die ERS hat in den letzten Jahren Strukturen geschaffen, um wissenschaftlich aktive Gruppen zusammenzuführen, sie übernimmt dabei einen aktiven Part in der Gestaltung zukünftiger wissenschaftlicher Programme. Diesen Prozess möchte ich stärken." Höhepunkt seiner Amtszeit wird der Presidential Summit sein, den jeder ERS-Präsident ausrichten darf. Prof. Dr. Welte hat für die im Sommer 2019 in Hannover stattfindende Veranstaltung den Titel „Die Zukunft der Forschung in der Pneumologie“ gewählt.

Auch in diesem Jahr wurden Mitglieder des DZL im Rahmen des ERS-Kongresses für ihre wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet. Ein im Rahmen der DZL Academy gemeinsam mit der ERS vergebenes Stipendium ging an Magdalena Wujak, die für ihre Forschung im Bereich Lungenhochdruck für zwei Jahre aus Polen ans Deutsche Zentrum für Lungenforschung kommen wird.

Sabine Bartel vom Forschungszentrum Borstel (FZB) erhielt für ihre Forschung im Bereich COPD den "RESPIRE3 Marie Sklodowska-Curie Fellowship" für einen zweijährigen Forschungsaufenthalt in Groningen (Niederlande).

Isis Enlil Fernandez Buelvas vom Helmholtz Zentrum München gewann den "ERS Grant for Best Abstract in Sleep Respiratory Medicine".