Translationale Forschung im Kampf gegen weit verbreitete Lungenerkrankungen

Translationale Forschung ist der Prozess der Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem Labor in praktische Anwendungen, welche einen direkten Einfluss auf die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden haben. Für jede von DZL-Wissenschaftlern erforschte Krankheit wird die gesamte “bench-to-bedside”-Kette, also vom Labor zum Krankenbett, abgearbeitet: von der Erforschung der molekularen „Fußabdrücke“ und Signalwege der Krankheiten in verschiedenen Labor- und Tiermodellen bis zur Nutzung der daraus gewonnenen Daten zur Entwicklung und Umsetzung klinischer Studien sowie für die Patientenversorgung. Dieser Prozess entsteht durch eine enge Zusammenarbeit von Grundlagenforschern mit Klinikern welche durch regelmäßige Zusammenkünfte, wissenschaftliche Symposien und den Zugang zu gemeinsamer Infrastruktur ermöglicht wird.

Alle Partner des DZL folgen einem einheitlichen wissenschaftlichen Konzept. Dabei stehen acht Krankheitsgebiete im Vordergrund:

Lungenerkrankungen umfassen mehrere Dimensionen, da sie die Luftwege, das Lungengewebe und die Blutgefäße in Mitleidenschaft ziehen können. Nichtsdestotrotz gibt es wesentliche mechanistische Übereinstimmungen bezüglich der Initiierung sowie des Verlaufs der im DZL erforschten Lungenkrankheiten. Mit Hilfe unseres integrativen Forschungsansatzes werden die dynamischen Relationen zwischen

a) Lungenentwicklung, - regeneration und - reparatur;
b) Entzündung und deren Auflösung;
c) Hyperproliferation (überschießendes Zellwachstum)
und dessen Kontrolle

in allen DZL Disease Areas untersucht. Neue Erkenntnisse in einer Disease Area können daher in mehreren anderen Disease Areas eingesetzt werden, und durch diesen DZL-spezifischen Ansatz und die dazugehörige Infrastruktur können Forschungsergebnisse zügig in Behandlungsmethoden für unterschiedliche Erkrankungen umgesetzt werden.